China, der größte Abnehmer russischer Kohle, reduziert seine Importe aus Russland kontinuierlich. Nach Daten der Allgemeinen Zollverwaltung der Volksrepublik China sanken die Lieferungen aller Kohlearten aus der RF im Januar und Februar 2026 mengenmäßig um 15 % (auf 10,8 Mio. Tonnen) und wertmäßig um 17 % (auf 1,1 Mrd. $).
Abwärtstrend und historischer Kontext:
- Einbruch im Februar: Nach einem relativ stabilen Januar (-3 %) stürzten die Exporte im Februar im Jahresvergleich um 26 % auf 4,7 Mio. Tonnen ab.
- Rückblick: Der Höhepunkt der Lieferungen wurde 2023 erreicht (102,1 Mio. Tonnen), als die RF nach dem EU-Embargo Mengen massiv umleitete. Seit 2024 ist jedoch ein stetiger Rückgang zu verzeichnen: -7 % im Jahr 2024 und weitere -7 % im Jahr 2025 (auf 88,8 Mio. Tonnen).
- Finanzieller Faktor: Im Jahr 2025 fielen die Exporterlöse in die VR China überproportional stärker als das physische Volumen – um 25 % (auf 8,2 Mrd. $), was auf deutlich gesunkene Verkaufspreise und höhere Rabatte hindeutet.
Fazit: Russische Kohle verliert auf dem chinesischen Markt an Wettbewerbsfähigkeit aufgrund der Wiedereinführung von Einfuhrzöllen in der VR China, hoher Logistikkosten und begrenzter Kapazitäten der Transsibirischen Eisenbahn. Peking diversifiziert seine Lieferungen und bevorzugt günstigere Kohle aus Indonesien und Australien. Für die russische Wirtschaft bedeutet dies die Verstopfung einer wichtigen Exportader: Die Kosten für Förderung und Transport steigen schneller als die Erlöse, was die Branche in eine finanzielle Risikozone verwandelt.