Massenschließungen: In Russland machen in drei Monaten mehr als 200.000 Kleinunternehmen dicht
Steuererhöhungen, der Übergang der Verbraucher zu strikten Sparmaßnahmen und der erste Wirtschaftsabschwung seit 2023 haben eine massive Welle von Liquidationen im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ausgelöst. Wie Forbes unter Berufung auf Daten der Analyseplattform „Kontur.Focus“ berichtet, wurden im ersten Quartal 2026 in der RF 209.000 KMU-Betriebe liquidiert — 9 % mehr als im Vorjahreszeitraum. KMU-Sektor: Fiskaldruck und operative Krise Branche Aktuelle Lage und Prognosen Gastronomie (Cafés, Bars, Restaurants) 94 % der Betriebe arbeiten am Rande der Rentabilität oder mit Verlusten (Daten von „Action Buchgalterija“). Einzelhandel (Bekleidung) Bis zum Jahresende könnten bis zu 40 % der Modegeschäfte schließen (Prognose der „Goldman Agency“). Dienstleistungssektor (Art- und Schönheitssalons) Massenschließungen von Filialen aufgrund sinkender Kaufkraft und steigender Materialkosten. Systemressource: Analyse von Resilienz und Risiken Die aktuelle Krise im KMU-Sektor verdeutlicht das vollständige Aufbrauchen der Resilienzreserven des privaten Unternehmertums unter dem Druck der staatlichen Fiskalpolitik: Fazit: Wie der Ökonom Dmitri Polewoj feststellt, verfügt der Privatsektor über keinerlei interne Reserven mehr. Der Entzug von Liquidität zugunsten eines defizitären Bundeshaushalts zerstört das wirtschaftliche Fundament des Kleinunternehmertums und ersetzt Eigeninitiative und Selbstständigkeit durch eine Insolvenzwelle und die Flucht in die Schattenwirtschaft.