Am 23. März 2026 brachte Russland die ersten 16 Seriensatelliten der Konstellation „Rasswet“ in die Umlaufbahn. Das Projekt, das als heimische Antwort auf Starlink positioniert wird, wird von „Büro 1440“ umgesetzt – einer Tochter der „IKS Holding“. Diese Holding ist primär für die Entwicklung von Überwachungssystemen (SORM) und Internet-Blockadetools (TSPU) bekannt.
Eckdaten des Projekts:
- Ausbauplan: Bis 2030 sollen 292 der geplanten 383 Satelliten im All sein. Für eine globale Abdeckung sind mindestens 250 Geräte nötig.
- Finanzierung: Die Gesamtkosten übersteigen 430 Mrd. Rubel, wovon 102 Mrd. aus direkten staatlichen Subventionen stammen.
- Verflechtung: In der Führung der IKS Holding sitzt Boris Koroljow, der Sohn des ersten stellvertretenden Direktors des FSB. Dies verdeutlicht die Verschmelzung von Sicherheitsorganen und Hightech-Sektor.
- Militärischer Kontext: Der Start wird forciert, da Starlink für russische Einheiten im Kriegsgebiet blockiert ist.
Analyse und Fazit: Die Entwicklung von „Rasswet“ durch Spezialisten für Internet-Zensur stellt eine massive Bedrohung für die digitale Freiheit dar. Im Gegensatz zum zivilen SpaceX-Projekt ist das russische Netzwerk von vornherein als Überwachungswerkzeug unter der Kontrolle von Geheimdiensten konzipiert. Die größte Gefahr liegt im Aufbau eines „souveränen Weltraum-Internets“: Es ermöglicht den Behörden, das Informationsfeld des Landes vollständig zu isolieren, während die Kommunikation der Sicherheitskräfte über Satellit stabil bleibt, selbst wenn terrestrische Kanäle für die Bevölkerung gekappt werden. Auf Kosten der Steuerzahler wird hier ein globaler Überwachungsschirm im Orbit errichtet.