Die Berater des französischen Präsidenten, Emmanuel Bonne und Bertrand Buchwalter, stießen bei einer Moskau-Reise im Februar auf eine schroffe Ablehnung des Kremls hinsichtlich einer Beteiligung Europas an den Ukraine-Verhandlungen. Wie die Financial Times unter Berufung auf Quellen berichtet, erklärten die Gesandten von Emmanuel Macron, dass die EU ein Waffenstillstandsabkommen nicht unterstützen werde, wenn sie nicht an den Gesprächen über die Sicherheit der Region beteiligt sei. Der Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, wies diese Versuche jedoch grob und unter Verwendung von Obszönitäten zurück.
Europäische Diplomaten betonten, dass ohne die direkte Beteiligung Brüssels jedes Abkommen zur Einstellung der Kampfhandlungen die Unterstützung der EU vermissen ließe. Laut einem hochrangigen europäischen Diplomaten lautete Uschakows Antwort sinngemäß, sie sollen sich „verp***en“.
Die Position des Kremls und das Fehlen einer gemeinsamen Basis
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte der Zeitung gegenüber das Fehlen einer gemeinsamen Sprache. Er erklärte, dass die französischen Vertreter „keine positiven Signale mitbrachten“. Aus Sicht Moskaus zeigen die europäischen Länder keinen Willen, einen realen Friedensprozess zu unterstützen, was ihre Teilnahme an Verhandlungen aus Sicht des Kremls sinnlos macht.
Diese diplomatische Eskalation erfolgt vor dem Hintergrund der Versuche Frankreichs, sich als zentraler Vermittler in Europa zu positionieren. Die scharfe Reaktion des Kremls bestätigt jedoch den Kurs Moskaus, Verhandlungen ausschließlich mit den USA zu führen und europäische Hauptstädte als eigenständige politische Akteure in Fragen der globalen Sicherheit zu ignorieren.
Analytisches Fazit: Der öffentliche diplomatische Affront des Kremls markiert den endgültigen Abbruch des Dialogs mit der EU als Institution. Dies wird im Jahr 2026 zu einer noch stärkeren Konsolidierung der europäischen Länder bei der militärischen Unterstützung der Ukraine führen, da politische Einflusswege auf Moskau vollständig blockiert sind.