Der russische Auslandsnachrichtendienst (SWR) erwog einen Plan zur Inszenierung eines Attentats auf den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, um den Ausgang des Wahlkampfs zu manipulieren. Wie die The Washington Post unter Berufung auf einen internen SWR-Bericht berichtet, dessen Echtheit von europäischen Geheimdiensten bestätigt wurde, schlugen russische Strategen vor, einen „Anschlag“ zu organisieren, um die Wahlagenda radikal in den emotionalen Bereich zu verschieben. Ziel war es, die Wähler auf die Themen Sicherheit und Stabilität zu fokussieren und von sozioökonomischen Misserfolgen abzulenken.
Gründe für die Vorbereitung der Spezialoperation:
- Kritischer Umfragetiefstand: Laut SWR-Bericht sind 52,3 % der ungarischen Bürger mit der Lage im Land unzufrieden.
- Verlust der Stammwählerschaft: Die negative Stimmung hat auch die ländlichen Gebiete erfasst — Orbáns traditionelle Hochburg.
- Erfolg der Opposition: Orbán liegt beständig hinter Péter Magyar, dem Vorsitzenden der Tisza-Partei, dessen Anti-Korruptions-Agenda großen Anklang findet.
Analytisches Fazit: Die Enthüllung der SWR-Pläne für ein inszeniertes Attentat auf Viktor Orbán ist ein vernichtender Schlag für den Ruf des ungarischen Ministerpräsidenten als „souveräner Führer“. Für die Weltgemeinschaft und die NATO ist dies ein direkter Beweis dafür, dass der Kreml Ungarn nicht als Partner, sondern als Experimentierfeld für hybride Manipulationen betrachtet. Während Moskaus Unterstützung für Orbán früher als ideologische Nähe getarnt wurde, wird nun deutlich: Russland ist bereit, zu extremen Mitteln zu greifen, einschließlich „aktiver Maßnahmen“ der Geheimdienste, um seinen letzten Lobbyisten in der EU an der Macht zu halten. Dies macht Orbán zu einer Geisel des Kremls, dessen politisches Überleben direkt von den Szenarien der russischen Geheimdienste abhängt.