Russische Ölkonzerne verlieren weiterhin Milliarden von Dollar, indem sie chinesischen Raffinerien erzwungene Preisnachlässe gewähren. Laut Experten des Gaidar-Instituts, basierend auf der Zollstatistik der VR China, erreichten die entgangenen Einnahmen durch diese Rabatte im Jahr 2025 insgesamt 2,2 Mrd. USD.
Die Dynamik der Verluste der Ölindustrie durch „freundschaftliche“ Preisnachlässe stellt sich wie folgt dar:
- 2025: 2,2 Mrd. USD;
- 2024: 1,45 Mrd. USD;
- 2023: 3,85 Mrd. USD;
- 2022: 4,44 Mrd. USD.
Insgesamt hat Peking in den letzten vier Jahren durch Rabatte fast 12 Mrd. USD (etwa eine Billion Rubel zum aktuellen Kurs) bei russischem Öl eingespart. Diese Summe entspricht dem Jahresbudget der Oblast Moskau oder fünf Jahresbudgets von Regionen wie Wolgograd oder Woronesch.
Experten stellen fest, dass der Diskont Ende letzten Jahres nach der Verschärfung der US-Sanktionen und der Aufnahme von Rosneft und Lukoil in die „schwarzen Listen“ stark angestiegen ist. Lag der Rabatt Anfang 2025 noch bei etwa 3 %, so erreichte er im vierten Quartal 8,3 % im Vergleich zu Lieferungen aus anderen Ländern.
Analytisches Fazit: Die steigenden Ölrabatte für die VR China verdeutlichen Moskaus kritische Abhängigkeit von einem einzigen großen Abnehmer. Peking monetarisiert erfolgreich den westlichen Sanktionsdruck auf die RF, indem es immer höhere Preisnachlässe für das Risiko der Arbeit mit toxischen Vermögenswerten fordert. Die Situation, in der russische Staatskonzerne die chinesische Wirtschaft auf Kosten ihrer eigenen Regionalbudgets subventionieren, wird chronisch. Für den Weltmarkt ist dies ein Signal, dass die „Wende nach Osten“ zu einem einseitigen Kanal für den Ressourcenabfluss geworden ist, bei dem Russland die Markthebel zur Preisgestaltung verloren hat und faktisch in die Rolle eines Rohstoffanhängels Chinas unter strengem Preisdiktat geraten ist.