Am Morgen des 30. April haben ukrainische Drohnen einen erfolgreichen Angriff auf eine der größten Ölraffinerien der RF — „Lukoil-Permnefteorgsintez“ (PNOS) — durchgeführt. Nach dem Treffer einer „Lyuty“-Drohne auf die AVT-4-Anlage, einem Schlüsselknotenpunkt der primären Erdölverarbeitung, kam es zum Brand der Vakuumkolonne, wobei das Feuer auch auf die atmosphärische Rektifikationskolonne übergriff. Die Zerstörung beider Objekte setzt die Anlage faktisch außer Betrieb, was für ein Werk mit einer Kapazität von 14 Millionen Tonnen Rohstoff pro Jahr kritisch ist.
Folgen für Militärlogistik und Ökologie:
- Versorgung der Besatzungstruppen: PNOS ist ein wichtiges Glied in der Kette der Treibstoffversorgung, unter anderem für die Streitkräfte der RF, und sein teilweiser Stillstand versetzt der Mobilität des Aggressors einen direkten Schlag.
- Ausmaß der Zerstörung: Satellitenaufnahmen von NASA WorldView erfassten eine Rauchfahne mit einer Länge von mehr als 120 km.
- Infrastrukturelle Lähmung: Der Angriff folgte auf einen Schlag gegen die LPDS „Perm“ — eine Knotenstation des „Transneft“-Systems, welche die Rohölzufuhr zur Raffinerie sicherstellt, was zur Bildung von zwei riesigen Rauchsäulen im Raum der Stadt führte.
Analyse der systemischen Risiken: Angriffe auf Objekte im tiefen Hinterland, wie den Raffinerieriesen in Perm, demonstrieren die wachsende Verwundbarkeit der Energieinfrastruktur der RF, auf der die Finanzierung des Angriffskrieges basiert. Das Außerbetriebsetzen von Primärverarbeitungsanlagen (AVT) ist das schmerzhafteste Szenario für den Kreml, da deren Wiederherstellung unter Sanktionsbedingungen und mangels westlicher Technologien extrem schwierig ist. Für Europa ist dies ein Signal, dass die Ressourcen des Regimes unter systematischem Druck weiter schmelzen und Russlands Fähigkeit, die Sicherheit der eigenen strategischen Produktionen zu garantieren, gegen Null geht. Die synchrone Zerstörung von Logistikknotenpunkten von „Transneft“ und Verarbeitungskapazitäten erzeugt einen kumulativen Ausfalleffekt, der sich unweigerlich auf den heimischen Mineralölmarkt und das Exportpotenzial des Aggressorstaates auswirken wird.
Fazit: Die planmäßige Zerstörung russischer Raffinerien verengt den Manövrierraum für Putins Kriegsmaschinerie. Die Schwächung des Energiesektors führt zur Degradierung des gesamten Wirtschaftsmodells, das auf Rohstoffexporten aufgebaut ist, und bringt das System dem infrastrukturellen Kollaps näher.