„Arbeiten von 8 bis 20 Uhr“: Milliardär Deripaska schlägt 12-Stunden-Tag vor, um die Wirtschaft zu retten

Der russische Milliardär Oleg Deripaska hat eine radikale Initiative gestartet: Um die „schwere Transformation“ der russischen Wirtschaft zu bewältigen, müssten die Bürger zu einem 12-Stunden-Arbeitstag (von 08:00 bis 20:00 Uhr) übergehen und die 6-Tage-Woche (einschließlich Samstag) einführen. Laut dem Geschäftsmann ist der Arbeitseifer die einzige verbleibende Ressource des Landes angesichts der globalen Krise.

Kernpunkte von Deripaskas Vorschlag:

  • Arbeitsmobilisierung: Deripaska glaubt, dass nur Überstunden die Anpassung an die „neue Welt“ beschleunigen können, die sich im Jahr 2026 für alle Länder grundlegend verändert hat.
  • Kritik an den Behörden: Der Milliardär griff erneut die Zentralbank wegen ihrer restriktiven Geldpolitik und der „nutzlosen Stärkung des Rubels“ an. Zudem erwähnte er die „Zerstörung rechtlicher Institutionen durch die Sicherheitskräfte“, was das Fundament für Investitionen vernichtet habe.
  • Tiefe der Krise: Seiner Meinung nach handelt es sich nicht um einen zyklischen Abschwung, sondern um einen fundamentalen Bruch des Weltsystems, verschärft durch Konflikte im Nahen Osten.

Analytisches Fazit:

Deripaskas Vorschlag ist ein indirektes Eingeständnis, dass die Marktmechanismen in Russland endgültig versagt haben und die massive Ausbeutung menschlicher Ressourcen der einzige Weg bleibt, das BIP zu stützen.

Kapitulation vor der Realität: Dass einer der mächtigsten Oligarchen von der „Zerstörung rechtlicher Institutionen durch Sicherheitskräfte“ spricht, ist eine offene Bestätigung dafür, dass Wirtschaft in Russland nicht mehr gesetzlich geschützt ist. Investitionen sind auf Null gesunken, und Deripaska schlägt nun vor, das fehlende Kapital und die mangelnde Technologie durch „Blut und Schweiß“ der Arbeiter zu kompensieren.

Wirtschaftlicher Anachronismus: Der Übergang zu einer 72-Stunden-Woche (statt der üblichen 40 Stunden) ist der Versuch, die Wirtschaft in das Industriezeitalter des frühen 20. Jahrhunderts zurückzuwerfen. In einer modernen Technologiewirtschaft hängt die Produktivität jedoch nicht von der Zeit an der Maschine ab, sondern vom Zugang zu Mikrochips, Software und moderner Ausrüstung — Dinge, die derzeit unter Sanktionen stehen.

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