Digitaler Vorhang: Moskau beginnt großflächige Tests für Internet nach „weißen Listen“

Das freie Internet in der russischen Hauptstadt gehört der Vergangenheit an. Die Behörden haben mit einem umfassenden Testlauf des „White List“-Systems begonnen, bei dem Nutzer nur noch auf staatlich genehmigte Ressourcen zugreifen können. Laut Quellen von „Kod Durowa“ hat der Test bereits den öffentlichen Nahverkehr erreicht: In einigen Linien der Moskauer Metro ist es über das kostenlose Wi-Fi nicht einmal mehr möglich, auf Telegram zuzugreifen.

Isolierung von Stadtteilen und die Hauptstadt als Testgelände

Die Einschränkungen der Internetverbindung in Moskau dauern bereits etwa eine Woche an. Quellen von RBC bestätigen, dass das Digitalministerium von regionalen Tests zu Blockaden in der Hauptstadt übergegangen ist. Telekommunikationsbetreiber erhielten Anweisungen, den Zugang zu Websites, die nicht auf der „genehmigten Liste“ stehen, in einzelnen Stadtteilen einzuschränken. Dies bedeutet den Übergang von der Sperrung spezifischer verbotener Seiten zu einem Modell der totalen Isolation, bei dem alles verboten ist, was nicht ausdrücklich erlaubt wurde.

Der chinesische Weg und das Ende der digitalen Offenheit

Für Europa ist die Einführung von „weißen Listen“ die endgültige Bestätigung, dass die Russische Föderation den Weg des digitalen Autoritarismus nach chinesischem Vorbild gewählt hat. Während die Wirtschaft stagniert und die Gesundheitsausgaben gekürzt werden, investiert der Staat enorme Ressourcen in die Schaffung eines „souveränen Runets“. Diese Politik beraubt die Bürger des Zugangs zu unabhängigen Informationen und verwandelt das Internet von einem Raum der Möglichkeiten in ein Instrument totaler Kontrolle, wodurch die russische Gesellschaft endgültig vom globalen Informationsfeld isoliert wird.

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