Der stellvertretende Außenminister Russlands, Alexander Gruschko, bestätigte, dass Wladimir Putin eine offizielle Einladung zum G20-Gipfel am 14. und 15. Dezember 2026 in Miami (USA) erhalten hat. Diese Einladung sorgt für erhebliches Aufsehen, da sie in eine Zeit maximaler Spannungen fällt und die USA den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) bei dessen Haftbefehl gegen Putin politisch unterstützen.
Wichtige Details:
- Einladung auf höchster Ebene: Moskau bestätigt den Erhalt einer Einladung für den Präsidenten.
- Reaktion des Kreml: Sprecher Dmitri Peskow erklärte, dass noch keine Entscheidung über die Reise getroffen wurde. Diplomatische Kreise äußern sich skeptisch: „Gott weiß, was bis dahin noch passiert“, so die offizielle Reaktion.
- Hintergrund: Putin hat seit 2019 an keinem G20-Gipfel mehr persönlich teilgenommen. Seit 2022 wurde Russland meist durch Außenminister Sergej Lawrow oder andere hochrangige Beamte vertreten.
Währungsmanöver: Finanzministerium kauft Yuan, um den Rubel zu bremsen
Das russische Finanzministerium kehrt erstmals seit einem Jahr zu Devisenkäufen im Rahmen der Budgetregel zurück. Ziel ist es, eine zu starke Aufwertung des Rubels zu verhindern und den geschrumpften Nationalen Wohlfahrtsfonds (NWF) aufzufüllen.
Wirtschaftlicher Kontext:
- Öl-Zusatzeinnahmen: Aufgrund der Spannungen im Iran stieg der Preis für Urals-Öl auf 100 $ pro Barrel, was weit über dem im Haushalt festgelegten Basispreis von 59 $ liegt.
- Umsatzsprung: Im April werden die Öl- und Gaseinnahmen voraussichtlich um 38 % (auf 850 Mrd. Rubel) steigen.
- Wechselkurs-Ungleichgewicht: Der US-Dollar fiel unter die Marke von 75 Rubel, während die Regierung für einen stabilen Haushalt einen Kurs von etwa 92 Rubel eingeplant hatte.
Maßnahmen im Mai: Experten schätzen, dass das Ministerium zwischen 300 und 400 Mrd. Rubel für den Kauf von Devisen (vor allem Yuan) und Gold aufwenden wird. Der Markt reagierte sofort: Dollar und Yuan legten nach der Ankündigung um etwa 1 % zu.