Öldiplomatie: Indonesien erhält von Putin Rabatt auf 150 Millionen Barrel
Indonesien hat sich vor dem Hintergrund des Krieges im Nahen Osten mit Russland auf die Lieferung von 150 Millionen Barrel russischen Öls zu einem speziellen Vorzugspreis geeinigt. Wie der Sonderbeauftragte Jakartas für Energie und Umwelt, Hashim Djojohadikusumo, gegenüber der Publikation Tempo erklärte, wurde diese Vereinbarung während eines Treffens zwischen dem indonesischen Präsidenten Prabowo Subianto und Wladimir Putin Mitte April 2026 in Moskau getroffen. Laut Djojohadikusumo wird das Abkommen es ermöglichen, Öl im Land als Puffer für potenzielle wirtschaftliche Erschütterungen zu lagern. Kontext der russischen Preisnachlässe: Analytische Zusammenfassung Das Geschäft mit Indonesien über 150 Millionen Barrel ist ein klassisches Beispiel für „Öldumping“ unter den Bedingungen harter internationaler Isolation. Nachdem der Hauptabnehmer China begann, die Importe von russischem Öl und Ölprodukten zu drosseln (Rückgang um 8 % bis 40 % je nach Kategorie), benötigt Moskau lebensnotwendig neue große Absatzmärkte, selbst wenn dafür der Preis massiver Rabatte gezahlt werden muss. Warum dies für Indonesien vorteilhaft und für die Russische Föderation riskant ist: Dieses Geschäft wirkt zudem wie ein Versuch Moskaus, die Exporte zu diversifizieren, um nicht ausschließlich vom Willen Pekings und New Delhis abhängig zu sein. Der Preis dieser Diversifizierung sind jedoch Milliarden Dollar an entgangenem Gewinn, die faktisch die Volkswirtschaften der südostasiatischen Länder subventionieren.