Frankreich beschlagnahmt zweiten Tanker der russischen „Schattenflotte“ seit Jahresbeginn

Die französische Marine hat am Morgen des 20. März im Mittelmeer den Tanker Deyna festgesetzt, der zur russischen Schattenflotte gehört. Präsident Emmanuel Macron gab die Beschlagnahmung auf X bekannt und betonte, dass der Krieg im Iran Frankreich nicht von der Unterstützung der Ukraine ablenken werde. Schiffe, die Sanktionen umgehen und das Seerecht verletzen, würden Russlands Krieg finanzieren, was Frankreich nicht zulassen werde.

Die Deyna fuhr unter der Flagge Mosambiks von Murmansk aus und stand im Verdacht, eine „falsche Flagge“ zu verwenden. Die Operation wurde gemeinsam mit britischen Alliierten durchgeführt. Dies ist die zweite Festsetzung eines russischen Öltankers innerhalb einer Woche (zuvor stoppte Schweden die Sea Owl) und der zweite derartige Vorfall unter Beteiligung der französischen Flotte in diesem Jahr.


Analytisches Fazit: Die Beschlagnahmung des Tankers im März 2026 signalisiert, dass die NATO-Staaten in eine aktive Phase der „Jagd“ auf Russlands Schattenflotte auf hoher See übergegangen sind. Der Einsatz der Marine zur Überprüfung von Registrierungsdaten unter zweifelhaften Flaggen stellt eine neue Eskalationsstufe dar, die über rein wirtschaftliche Sanktionen hinausgeht. Für Moskau bedeutet dies eine kritische Erschwerung der Logistik: Das Mittelmeer wird zur „Grauzone“, in der jeder Tanker ohne transparente Versicherung und legale Flagge das Risiko einer Beschlagnahmung eingeht. Die gemeinsame Aktion von Frankreich und Großbritannien unterstreicht die Entschlossenheit des Westens, dem Kreml die finanziellen Mittel zu entziehen.

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