Russische Großexporteure drosseln Devisenverkäufe auf Rekordtief

Der russische Finanzmarkt ist mit einem Rekorddefizit an Devisen von den größten Akteuren konfrontiert. Nach Angaben der Zentralbank reduzierten die 29 größten Exporteure im Februar ihre Netto-Devisenverkäufe um 31 % auf 3,5 Mrd. USD.

Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der Datenerhebung im November 2022. Im Vergleich zum Februar 2025 brachen die Devisenverkäufe der Exporteure an der Börse fast um das Dreifache ein.

Der Effekt des „billigen Öls“

Hauptgrund für den Einbruch ist eine Zeitverzögerung: Im Februar erreichten die Abrechnungen für Dezember und Januar die Wirtschaft, als der Preis für russisches Urals-Öl um die 39–41 USD pro Barrel schwankte.

Der Ökonom Egor Susin stellt fest, dass genau diese niedrigen Exporterlöse der Vormonate nun den heimischen Devisenmarkt austrocknen. Laut IEA beliefen sich Russlands Gesamteinnahmen aus Ölexporten im Februar auf 9,5 Mrd. USD, was 4 Mrd. USD weniger ist als im Vorjahr.

Rückgang der physischen Mengen

Neben dem Preisfaktor drückte auch das sinkende Exportvolumen auf die Einnahmen. Im Februar lieferte Russland durchschnittlich 6,6 Mio. Barrel pro Tag auf die Weltmärkte — der niedrigste Wert seit Anfang 2022.

Der Export von Öl und Ölprodukten sank im Vergleich zum Januar um 850.000 Barrel pro Tag, was unsere früheren Daten über technologische und logistische Engpässe in der Branche bestätigt.

Rubelisierung und Schuldentilgung

Die Zentralbank nennt zudem weitere Faktoren für den Rückgang der Verkäufe:

  • Der wachsende Anteil des Rubels bei Exportabrechnungen.
  • Die Notwendigkeit der Unternehmen, Devisen für die Tilgung von Auslandskrediten anzuhäufen.

Für Europa ist dies ein Signal für die zunehmende Fragilität des russischen Rubels. Wenn die größten Exporteure den Zufluss von Devisen nicht mehr gewährleisten, lastet die Kursstabilität allein auf administrativen Verboten.естают обеспечивать приток твердой валюты, стабильность курса держится только на административных костылях.

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