Die diskutierten Pläne der USA für eine mögliche Lockerung der Sanktionen gegen Russland zur Bewältigung der Energiekrise durch den Iran-Krieg wurden verworfen. US-Energieminister Chris Wright bestätigte in einem CNN-Interview offiziell: Washington plant keine Aufhebung der restriktiven Maßnahmen gegen russisches Öl. Zudem planen die USA künftig Uran-Sanktionen und den Verzicht auf russischen Brennstoff für Kernkraftwerke.
Scheitern von Kreml-Chefunterhändler Dmitrijew
Wrights Erklärungen folgten unmittelbar auf den Besuch von Kirill Dmitrijew, dem Leiter des russischen Direktinvestitionsfonds, in Florida. Der Schlüsselunterhändler des Kremls versuchte in Mar-a-Lago, mit Trump-Beamten über eine „Zusammenarbeit auf den Energiemärkten“ zu verhandeln. Trotz Dmitrijews optimistischer Behauptungen, die USA würden die „systemrelevante Rolle Russlands“ verstehen, räumte Dmitri Peskow ein, dass es für eine effektive Zusammenarbeit noch zu früh sei.
Isolation statt Energie-Geschenk
Für Europa ist dies ein deutliches Signal: Die Trump-Administration ist nicht bereit, den strategischen Druck auf den Aggressor für eine kurzfristige Marktstabilisierung zu opfern. Der Versuch des Kremls, den Iran-Krieg als Hebel für Erpressung zu nutzen, ist gescheitert. Statt der erhofften Lockerung steht Moskau nun vor der Ausweitung der Sanktionen auf den Nuklearsektor, was Russland endgültig den Status als „Energiemacht“ im Westen entzieht.