Russische Ölförderung sinkt den dritten Monat in Folge

Die russische Ölindustrie verliert an Schwung. Im Februar lag die durchschnittliche Tagesförderung um 390.000 Barrel unter der im Rahmen von OPEC+ zugewiesenen Quote. Laut dem Monatsbericht des Kartells sank die Produktion den dritten Monat in Folge vor dem Hintergrund verschärfter Sanktionen und sinkender Nachfrage wichtiger Abnehmer.

Produktionstiefs

Im vergangenen Monat förderten russische Unternehmen durchschnittlich 9,184 Millionen Barrel pro Tag. Dies sind 56.000 Barrel weniger als im Januar und stellt den niedrigsten Stand seit vergangenem August dar. Der letzte Förderhöchststand wurde im November (9,38 Millionen Barrel) verzeichnet, gefolgt von einem stetigen Rückgang.

Sanktionsschlinge und der Indien-Faktor

Experten nennen den verstärkten westlichen Druck und geringere Käufe durch Indien, das Rekordrabatte fordert, als Hauptgründe für den Rückgang. Selbst vorübergehende Erleichterungen durch die Trump-Administration konnten den Trend zur Produktionsdrosselung nicht brechen. Für Europa ist dies eine Bestätigung dafür, dass die russische „Ölmaschine“ verschleißt: Der fehlende Zugang zu westlichen Technologien für die Wartung von Bohrlöchern und Schwierigkeiten bei der Befrachtung von Tankern machen es unmöglich, die Förderung auf dem bisherigen Niveau zu halten.

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