Die Präsidialverwaltung der Russischen Föderation hat einen Plan zur Unterstützung der ungarischen Fidesz-Partei und des Premierministers Viktor Orbán genehmigt. Wie die Financial Times berichtet, wurde die Agentur für Soziale Gestaltung (ASP) beauftragt, ungarische soziale Netzwerke mit Fakes und Memes zu fluten, die als lokale Inhalte getarnt sind.
Manipulationen gegen den Oppositionsführer
Ziel der Kampagne ist es, Orbán als „starken Führer“ darzustellen, während sein Hauptrivale Péter Magyar als „Marionette Brüssels“ gebrandmarkt wird. Die Lage für den Kreml ist kritisch: Laut Politico-Umfragen führt Magyars Tisza-Partei deutlich mit 48 % der Stimmen, während Fidesz nur bei 39 % liegt. Die Wahlen sind für den 12. April angesetzt, und der Abstand von 10 % besteht seit über sechs Monaten.
Bedrohung für die europäische Einheit
Für Europa ist diese Einmischung eine direkte Herausforderung für demokratische Institutionen. Moskau unterstützt nicht nur „Freunde“, sondern versucht, mit technologischen Methoden den Willen des ungarischen Volkes zu untergraben. Sollte Viktor Orbán mithilfe russischer „Bot-Farmen“ an der Macht bleiben, würde dies einen gefährlichen Präzedenzfall für die gesamte EU schaffen. Die wachsende Popularität von Péter Magyar zeigt jedoch, dass die ungarische Gesellschaft des pro-kremlischen Kurses überdrüssig ist und trotz aller russischen Propaganda die Rückkehr in die europäische Familie anstrebt.