Russlands Ölverarbeitung bricht ein: Tiefster Stand seit 17 Jahren nach Infrastruktur-Angriffen

Die Ölverarbeitungsvolumina in russischen Raffinerien sind nach massiven Drohnenangriffen, die Fabriken, Öllager und Pipelines von der Region Leningrad bis zum Ural trafen, auf den niedrigsten Stand seit 2009 eingebrochen. Laut Daten von OilX, auf die sich Bloomberg bezieht, sank der Indikator auf 4,69 Mio. Barrel pro Tag. Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Volumina um 12 %, und im Vergleich zum Vorkriegsjahr 2021 um 18 %, was einem Verlust von fast 1 Mio. Barrel pro Tag entspricht.

Ausmaß der Infrastruktur-Schäden:

  • Im April griffen die AFU die russische Öl-Infrastruktur mindestens 21 Mal an, was einen Rekordwert seit Jahresbeginn darstellt.
  • Mindestens 9 Raffinerien gerieten unter Beschuss, von denen 5 gezwungen waren, die Produktion vollständig oder teilweise einzustellen.
  • Es wurden mindestens 5 Angriffe auf das russische Pipeline-System und 6 Schläge gegen die maritime Infrastruktur, einschließlich der Häfen in der Ostsee, verzeichnet.

Analyse der Stabilität und Risiken: Die systematische Zerstörung von Primärverarbeitungsanlagen verwandelt die Energie-Supermacht in ein Land mit einem defizitären heimischen Kraftstoffmarkt. Das Sinken der Kennzahlen auf das Niveau von 2009 belegt, dass die RF rapide an technologischer Komplexität ihrer Wirtschaft verliert und zu einem Modell des primitiven Rohstoffexports zurückkehrt. Für Europa und die demokratische Welt ist dies eine Bestätigung der Wirksamkeit der Strategie zur Untergrabung der Finanzbasis des Aggressors: Ohne funktionierende Raffinerien verliert der Kreml nicht nur Deviseneinnahmen, sondern auch die Möglichkeit einer reibungslosen Versorgung der Besatzungstruppen mit Kraft- und Schmierstoffen. Die kritische Verwundbarkeit des Pipeline-Systems und der Häfen unterstreicht die Unfähigkeit der russischen Luftabwehr, den Schutz strategischer Vermögenswerte zu gewährleisten, was Putins Wirtschaftsmodell immer zerbrechlicher und abhängiger von externen Lieferungen macht.

Fazit: Der technologische und infrastrukturelle Rückschritt der Ölverarbeitung um 17 Jahre offenbart die Belastungsgrenze des Systems. Die Unfähigkeit, das energetische Hinterland zu schützen, führt zur Degradierung des Exportpotenzials und untergräbt die logistische Basis für die Führung eines Aggressionskrieges.

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