In der russischen Staatsduma wurden Forderungen nach einer radikalen Abkehr vom aktuellen sozioökonomischen Kurs laut. Die Abgeordnete Anschelika Glaschkowa erklärte, dass nur ein Übergang zum „sozialistischen Entwicklungsweg“ den Bürgern die notwendige „Sicherheit für die Zukunft“ geben könne, um die Geburtenrate zu erhöhen und die Verteidigungsfähigkeit zu stärken.
Die Initiative wurde von Vertretern des Sicherheitsblocks und der Fachausschüsse unterstützt:
- Nationalisierung: Generalleutnant Wiktor Sobolew (Verteidigungsausschuss) forderte die Rückführung von Bodenschätzen und systemrelevanten Banken in Staatseigentum.
- Kontrolle über das Finanzsystem: Nikolai Kolomeizew schlug vor, der Zentralbank die Unabhängigkeit zu entziehen und ein Netz staatlicher Branchenbanken aufzubauen.
- Programmatischer Ansatz: Als Grundlage wurde das Programm „Entwicklungsbudget“ vorgeschlagen, das eine strikte staatliche Ressourcenverteilung vorsieht.
Die Empfehlungen aus der Diskussion werden an das Verteidigungsministerium und den Sicherheitsrat der Russischen Föderation weitergeleitet, was die Transformation der demografischen Frage in ein militärpolitisches Problem unterstreicht.
Analyse und Fazit: Diese Rhetorik ist kein Versuch, die UdSSR wiederzubeleben, sondern eine ideologische Deckung für die letzte Phase des Rückbaus marktähnlicher Mechanismen. „Sozialismus“ wird in diesem Kontext als totale Mobilisierung der Wirtschaft für die Bedürfnisse des Militärsektors verstanden. Die Erwartung einer steigenden Geburtenrate durch staatliche Kontrolle ist jedoch utopisch: Historische Erfahrungen und die aktuelle Soziologie zeigen, dass unter Bedingungen von Unsicherheit und Verstaatlichung die Einkommen stagnieren und die Motivation zur Familienerweiterung trotz paternalistischer Slogans sinkt.