Das Finanzsystem des Aggressors gerät ins Trudeln. In den Monaten Januar und Februar 2026 verzeichnete der Bundeshaushalt ein Defizit von 3,449 Billionen Rubel — fast das 1,5-fache des Vorjahreszeitraums. Das Finanzministerium räumt ein: Die Einnahmen aus Öl und Gas sind um die Hälfte auf 826 Milliarden Rubel eingebrochen, bedingt durch fallende Preise und erzwungene Förderkürzungen.
Haushaltslücke und Inflationsfalle
Die Lage ist kritisch: Der Staat gibt fast doppelt so viel aus, wie er an Steuern einnimmt — 8,21 Billionen gegenüber 4,76 Billionen Rubel. Die Einnahmen außerhalb des Rohstoffsektors stiegen formal zwar um 4,1 %, schrumpften jedoch real unter Berücksichtigung der Inflation um 1,6 %. Das Defizit nach nur zwei Monaten erreicht fast den geplanten Jahreswert von 3,78 Billionen Rubel, was die Erfüllung aller sozialen Verpflichtungen infrage stellt.
Haushaltskürzungen zugunsten des Krieges
Alexander Kolyandr, Senior Fellow am CEPA, stellt fest, dass der Haushalt bereits „in Fetzen gerissen“ ist. Für Europa ist offensichtlich: Moskaus Ressourcenbasis ist erschöpft. Um die Situation zu retten, bereiten die Behörden Kürzungen bei zivilen Ausgaben und eine Änderung der Budgetregeln vor, um die Reste des Nationalen Wohlfahrtsfonds anzuzapfen. Da die Militärausgaben unantastbar bleiben, werden Medizin, Bildung und die Förderung des Mittelstands „unters Messer“ kommen. Russland geht endgültig zu einem Modell der Selbstverzehrungs-Ökonomie über, bei dem die Zukunft des eigenen Landes für die Fortsetzung der Aggression geopfert wird.