China hat mit einem beispiellosen Programm zur Kartierung des Meeresbodens und zur Überwachung der Unterwasserumwelt begonnen, um sich auf eine potenzielle Konfrontation mit den USA und deren Verbündeten vorzubereiten. Laut einer Untersuchung von Reuters investiert Peking massiv, um den langjährigen Vorsprung der US-Marine in der Hydrographie zu eliminieren.
Umfang und Ziele der Operation:
- Geografie: Forschungsschiffe der Volksrepublik sind im Pazifik, im Indik und sogar im Arktischen Ozean aktiv.
- Strategische Knotenpunkte: Besonderes Augenmerk gilt der Straße zwischen Taiwan und den Philippinen (Bashi-Kanal). Hier hat China fortschrittliche Sensoren installiert, um US-U-Boote beim Einlaufen in das Südchinesische Meer aufzuspüren.
- Ressourcenbasis: Eine 5-Jahres-Analyse zeigt die Beteiligung von 42 Forschungsschiffen, die eng mit Militärinstituten und Universitäten zusammenarbeiten.
- Expertenmeinung: Ryan Martinson vom U.S. Naval War College bezeichnet diese Bemühungen als „atemberaubend“ und stellt fest, dass China die US-Überlegenheit in der maritimen Lageaufklärung methodisch untergräbt.
Fazit: China ist von der Küstenverteidigung zu einer Strategie der „Machtprojektion“ in den Weltmeeren übergegangen. Die Kartierung des Meeresbodens und das Studium akustischer Wasserparameter sind entscheidende Vorbereitungen für den Einsatz von Atom-U-Booten. Die Kenntnis der „Unterwasserlandschaft“ ermöglicht es chinesischen U-Booten, sich unbemerkt zu bewegen und Hinterhalte zu legen, wodurch die technologische Überlegenheit amerikanischer Sonare neutralisiert wird. Dies bedeutet eine Militarisierung der Ozeanographie und drohende neue Konflikte in internationalen Gewässern.