Russen beginnen massiv beim Kauf von Kleidung und Schuhen zu sparen

Im Jahr 2025 haben die Russen ihre Einkäufe von Kleidung und Schuhen reduziert: Der Absatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 11 %. Laut Daten von „Platforma OFD“ stieg der Durchschnittsbon um 5 % auf 2988 Rubel, was primär auf Preissteigerungen von 10–15 % zurückzuführen ist. Verbraucher aktualisieren ihre Garderobe seltener und achten verstärkt auf universelle Modelle.

Einzelhändler reagieren auf die sinkende Nachfrage mit verschiedenen Strategien:

  • Vollständiger Rückzug: Schließung aller Filialen (z. B. AC&Co, Mudo).
  • Fokus auf E-Commerce: Schließung stationärer Läden zugunsten des Online-Handels (22|11 Cosmetics, TECNO).
  • Netzoptimierung: Teilweise Reduzierung der Standorte (Club, DUB, Ecru, Maag).

Analytisches Fazit: Die Stagnation im Modeeinzelhandel ist eine direkte Folge sinkender Realeinkommen und hoher Inflation. Für die Wirtschaft ist dies ein alarmierendes Signal: Kleidung und Schuhe sind nach Lebensmitteln die zweitwichtigsten Konsumausgaben. Der massive Wechsel zum Sparkurs und die „Optimierung“ der Handelsnetze deuten darauf hin, dass die Binnennachfrage als Wachstumsmotor ausfällt. Für internationale Beobachter bestätigt dies, dass der russische Konsumsektor an Attraktivität verliert und zu einer Überlebenszone mit Fokus auf Discounter und Online-Plattformen wird.

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