Rückkehr zum maximalen Druck: USA setzen Ölsanktionen gegen Russland wieder in Kraft
Die Administration von Präsident Donald Trump hat die vorübergehenden Lockerungen der Sanktionen für russisches Öl nicht verlängert. Die Ausnahmeregelung, die den legalen Verkauf von russischem Rohöl und Mineralölprodukten ermöglichte, sofern diese vor dem 12. März 2026 verladen wurden, lief am Samstag, dem 11. April 2026, offiziell aus. Hintergründe der Entscheidung: Analytisches Fazit: Die Entscheidung markiert das Ende eines pragmatischen „Burgfriedens“ im Energiesektor. Washington kehrt zu einer strikten Isolationspolitik gegenüber Moskau zurück, sobald die unmittelbare Gefahr eines globalen Treibstoffkollapses gebannt scheint. Russlands „Windfall“ endet: Im März und Anfang April profitierte der Kreml massiv von den Lockerungen. Der Preis für die Sorte Urals stieg zeitweise auf ein 13-Jahres-Hoch von über 116 USD pro Barrel – fast das Doppelte dessen, was im russischen Haushalt für 2026 veranschlagt war. Mit dem Auslaufen der Waivers wird es für russische Exporteure wieder schwieriger, Käufer außerhalb der „Schattenflotte“ zu finden. Druck auf die Logistik: Schiffe, die russisches Öl geladen haben, aber nicht vor dem Stichtag entladen wurden, gelten nun wieder als „toxisch“. Dies erhöht die Kosten für Transport und Versicherung (die bereits von 2 USD auf bis zu 20 USD pro Barrel gestiegen sind) und zwingt Russland, erneut höhere Preisnachlässe zu gewähren. Strategische Botschaft: Die Trump-Administration zeigt, dass sie bereit ist, Sanktionen taktisch als „Ventil“ für den Weltmarkt zu nutzen, aber keine dauerhafte Legitimierung der russischen Öleinnahmen beabsichtigt.